|
|
Norbert Lohrke: 08.09.08 08:10 Mae und Mac im Dreck |
|
|
Rohstoffspiegel: 06.09.08 13:31 Die Rohstoff-Woche -... |
|
|
Thomas Grüner: 05.09.08 17:56 Grüner Fisher Kolumne:... |
|
|
Autor | SEB Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
Weitere Beiträge von diesem Autor |
| Erstellt am: | 07.08.08 11:36 | Antworten: | 0 | ||
Bookmarken bei:
|
|||||
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) mit dem Rating "buy" ein.
Die Vergleiche zum sehr guten Vorjahresrekordquartal könnten kaum krasser sein, da auch im 2. Quartal die sich ausweitende Finanzkrise ihre Spuren hinterlassen habe. Das zeige sich z. B. sehr deutlich bei der Eigenkapitalrendite (vor Steuern), die auf 5% nach den ungewöhnlich hohen 34% zurückgefallen sei.
Die Finanzkrise habe sich mit Abschreibungen von 2,3 Mrd. EUR niedergeschlagen (Q1: 2,7 Mrd. EUR). Während im 1. Quartal die Wertberichtigungen vor allem im Geschäft bei fremdfinanzierten Übernahmen angefallen seien, seien die größten Belastungen nun bei den verbrieften Wohnungsbaukrediten, im Bereich gewerblicher Immobilien und auf den Engagements bei den Kreditversicherern (Monoliner) aufgetreten. Nur durch Assetverkäufe sowie eine Steuergutschrift habe Schlimmeres verhindert werden können.
Unter dem Strich habe die Deutsche Bank 645 Mio. EUR verdient (n. 1,8 Mrd. EUR). Vor Steuern sei der Gewinn auf 642 Mio. EUR gefallen (n. 2,7 Mrd. EUR). Überzeugend gut und besser als erwartet seien der Zins- und der Provisionsüberschuss ausgefallen. Ersterer sei um 1 Mrd. EUR auf 2,95 Mrd. EUR geklettert. Der Provisionsüberschuss sei weniger stark als befürchtet zurückgegangen (-18% auf 2,56 Mrd. EUR), zeige aber die schwierigen Bedingungen im Markt auf. Während die Risikovorsorge um ein Drittel auf 135 Mio. EUR erhöht worden sei, hätten die Kosten um 23% auf 4,62 Mrd. EUR deutlich zurückgefahren werden können.
Am 02.08.2008 habe S&P das Langfrist-Rating auf "AA-" (nach "AA") gesenkt - weiter mit einem negativen Ausblick.
Auch im 2. Quartal habe sich die Deutsche Bank vor dem Hintergrund der sich wieder ausweitenden Finanzkrise relativ gut geschlagen. Die "stabilen" Geschäftsfelder hätten im 2. Quartal ihre nachhaltige Ertragskraft erneut unter Beweis gestellt. Global Transaction Banking z. B. habe beim VST-Gewinn 13%, und Private&Business Clients um 8% zugelegt. Der Zins- und der Provisionsüberschuss hätten jeweils über den Vorhersagen gelegen. Die gesamten Kosten seien viel deutlicher gesunken als erwartet. Die Risikopositionen seien weiter zurückgefahren worden.
Sehr komfortabel (entgegen Befürchtungen Vieler) sei weiterhin die Eigenmittelausstattung: Die Kernkapitalquote liege mit 9,3% über dem Zielkorridor von 8 bis 9%. Die Deutsche Bank werde nicht zu jedem Preis Zukäufe vornehmen, (s. z. B. die Absage bei Citibank Deutschland).
Die Finanzkrise dürfte sich noch einige Quartale zeigen, wenn auch in nachlassender Härte; dies hänge aber auch von der weiteren Konjunkturentwicklung ab. Zuletzt hätten sich die Wachstumsrisiken eher verstärkt, was letztendlich auch zu einem langsameren Wachstum im Neugeschäft führen dürfte. Ein Akquisitionsrisiko bestehe, falls die Deutsche Bank im Rahmen der Banken-Konsolidierung ihre Policy doch nicht einhalten sollte und einen Zukauf "teurer" als erwartet vornehmen sollte. Hohe Integrationskosten stünden in jedem Fall an.
Die Deutsche Bank habe sich in einem schwierigen Quartal recht gut geschlagen. Angesichts des nun schwierigeren Konjunkturumfeldes würden die Analysten den Turnaround nicht mehr so kräftig wie bisher sehen. Die Analysten hätten die Gewinnprognosen gesenkt. Das neues Kursziel werde bei 77 EUR (nach 88 EUR) gesehen.
Die Analysten der SEB bewerten die Aktie der Deutschen Bank mit "buy". (Analyse vom 07.08.2008) (07.08.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Sie sind leider nicht angemeldet. Melden Sie sich mit Ihren Benutzername und Password und geben Sie dann bitte Ihre Bewertung ab. Sollten Sie noch keinen Account bei World of Investment haben, können Sie sich hier registrieren.