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Markus Fugmann: 09.01.09 12:14 Marktausblick vom 09.01.09... |
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Norbert Lohrke: 09.01.09 09:01 Allianz auf Staatskosten |
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Markus Fugmann: 08.01.09 12:31 Marktausblick vom 08.01.09... |
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Autor | SEB Analyst | Bewertung bei 1 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 04.09.08 12:20 | Antworten: | 0 | ||
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, bewertet die Aktie der Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) mit dem Rating "buy".
Am 31.08.2008 sei die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank verabschiedet worden. In zwei finanziellen Schritten werde die Dresdner Bank von der Allianz (ALV) übernommen (Abschluss Ende 2009). Der Gesamtpreis belaufe sich auf 9,8 Mrd. Euro inklusive eines Beitrags von 975 Mio. Euro für einen Trust zur Risikoabdeckung der ABS-Papiere, die bei der Dresdner Bank liegen würden.
Erster Schritt (bis Ende Januar) sei der Erwerb von 60,2% der Dresdner Bank-Anteile: ALV erhalte 163,5 Mio. neuer Commerzbank-Aktien (Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage, rund 3,4 Mrd. Euro) plus 2,5 Mrd. Euro in bar (inklusive der 975 Mio. Euro). 65,3 Mio. Die Aktien würden unter Ausschluss des Bezugrechts begeben. Die ALV erwerbe die Commerzbank-Tochter cominvest für 700 Mio. Euro, die mit der Allianz Global Investor (AGI) verschmolzen werde.
Zweiter Schritt sei die Verschmelzung der Dresdner Bank auf die Commerzbank: Die restlichen 39,8% der Dresdner Bank würden an die Commerzbank für 3,2 Mrd. Euro gehen (erneute Sachkapitalerhöhung, ALV erhalte erneut Commerzbank-Aktien). Die ALV halte nach allen Transaktionen knapp 30% an der Commerzbank. Gemeinsam hätten die beiden rund elf Mio. Privatkunden in Deutschland und das mit Abstand dichteste Filialnetz aller Privatbanken (rund 1.200 Filialen nach Abbau der Überschneidungen, aktuell 1.900). Etwa 9.000 Stellen sollten dabei wegfallen, davon 2.500 im Ausland, vor allem bei Dresdner Kleinwort. Zusammen würden sie mehr als 100.000 Firmen- und institutionelle Kunden betreuen. Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden würden sich die beiden ergänzen.
Die Zahlen zu Q2 würden meist über Erwartungen liegen: Operatives Ergebnis sei um 5% auf 484 Mio. Euro gesunken. Der Gewinn sei dank der Steuergutschrift um 6,4% auf 817 Mio. Euro gestiegen. Der ROE betrage 24,4% (8,4% in Q1).
Die Übernahme der Dresdner Bank sei ein Kraftakt, aber mittelfristig dürfte die Commerzbank gestärkt hervorgehen. Die Commerzbank werde ihr bewährtes Geschäftsmodell auf das gesamte Haus übertragen. Retail, Mittelstandsbank, Osteuropa würden strategisch ausgebaut (Skaleneffekt), das Investmentbanking stark reduziert (Abbau von Risiken). Synergieeffekte von rund fünf Milliarden Euro (Barwert) seien zu erwarten. Die Kunden seien zukünftig dank der breiteren Aufstellung besser als bisher ansprechbar. Durch den Abbau von Investmentbanking-Aktivitäten werde Eigenkapital von rund 1,4 Mrd. Euro freigesetzt, das wertsteigernd genutzt werde. In Q2 hätten die fokussierten Bereiche starke Beiträge geliefert.
Die Übernahme der Dresdner Bank sei "teurer" als erwartet. cominvest dagegen werde relativ günstig abgegeben (die Erwartung habe bei über einer Milliarde Euro gelegen). Durch die anstehenden Kapitalerhöhungen werde der Gewinn für die nächsten zwei Jahre massiv verwässert. Nach den Transaktionen seien 40% mehr Commerzbank-Aktien am Markt. Die Dresdner Bank könnte erst ab 2012 wesentlich zum Gewinn beitragen. Die übernommenen Risiken - vor allem bei Anhalten der Finanzkrise - könnten höher sein als durch den Risikoschirm abgedeckt sei. Der gesamte Zeitplan dürfe nicht wesentlich in Verzug geraten. Die Restrukturierungskosten seien auf zwei Milliarden Euro veranschlagt (Verbuchung 2009).
Zudem bestehe das Risiko, dass sich der Großaktionär AMB Generali bald zurückziehe, da die Vertriebskooperation 2010 ohnehin auslaufe. Darüber hinaus sei auch das Konjunkturrisiko zuletzt gestiegen.
Der Kauf der Dresdner Bank sei strategisch sinnvoll, doch die Integration benötige Zeit. Die kurzfristigen Belastungen seien nicht zu unterschätzen.
Die Analysten der SEB stufen die Commerzbank-Aktie mit "buy" ein. Das Kursziel werde von 28 Euro auf 20 Euro gesenkt. (Analyse vom 04.09.2008) (04.09.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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