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Autor | TradeCentre.de Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 17.07.08 17:41 | Antworten: | 0 | ||
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Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" nehmen die Aktie von CURANUM (ISIN DE0005240709/ WKN 524070) unter die Lupe.
Aktien von Small- und Midcaps lägen im Wesentlichen am Boden und würden seit einiger Zeit von Investoren links liegen gelassen. Viele der Unternehmen seien sicher viel versprechend und recht günstig bewertet - aber trotzdem kaufe sie keiner. Player aus der Private-Equity-Szene würden sich hingegen recht rege diese Unternehmen anschauen und zuschlagen. So habe sich Apax beispielsweise bei D+S eingekauft und Anlegern ein Übernahmeangebot unterbreitet. COMPUTERLINKS solle ebenfalls unter dem Dach einer Heuschrecke landen. Die Experten würden sich fragen, wer der nächste Kandidat sei.
Nach ihren Informationen aus Branchenkreisen, könnte der Betreiber von Senioren- und Pflegeheimen CURANUM übernommen werden. Zu den größeren Anteilseignern der Münchener gehöre die Investmentgesellschaft Vatas Holding, der Hedgefonds Audley European Opportunities, Credit Suisse und Julius Bär, sowie der US-Investor Guy P. Wyser-Pratte. Summa summarum dürften die größeren Anleger in der Aktie zusammen mehr als 50 Prozent des Unternehmens kontrollieren. Wie den Experten eine mit der Transaktion vertraute Person berichte, sei es das Ziel die Aktien quasi zu bündeln und eine Investmentbank für einen Verkauf der Gesellschaft zu beauftragen. Das entsprechende Mandat solle wohl schon in Kürze vergeben werden.
Bernd Rothe, CFO von CURANUM, teile den Experten im Hintergrundgespräch mit, dass das Management offen für eine Übernahme sei. "Unsere Branche steckt in einer Konsolidierung", sage der Finanzchef. Als Interessent identifiziere Rothe jedoch nicht einen Wettbewerber, sondern eher die Private-Equity Branche. Der CFO bestätige, dass es demnächst wohl Änderungen in der Aktionärsstruktur geben könnte. Dass für einen Verkauf der Gesellschaft in Kürze eine Bank beauftragt werde, bestätige Rothe hingegen nicht.
"Aufgrund unserer Cashflows und unserem sehr attraktiven Markt für die Zukunft, sind wir für Private-Equity sicher interessant". Die Münchener wollten in der Zukunft weiter durch Übernahmen von Pflegeeinrichtungen wachsen. "Die Konsolidierung wollen wir auch selbst für Zukäufe nutzen. Kleinere Einrichtungen bezahlen wir aus dem Cashflow. Größere Häuser nur mit einer weiteren Finanzierung, die mittelfristig ein Thema wird", sage Rothe. Per Ende März habe die Eigenkapitalquote lediglich 26 Prozent betragen und die Verschuldung sei schon sportlich gewesen.
Operativ laufe das Geschäft knapp unter Plan. "Unsere Auslastungsquote lag im ersten Quartal bei 88 Prozent. Wir haben uns in Q2 einen Tick verbessert. Hält dieser Trend an, werden wir unsere Planung für das Gesamtjahr 2008 erreichen", betone der Finanzchef. Ohne weitere Zukäufe kündige Rothe einen Umsatz von 260 bis 265 Millionen Euro an. Das EBITDA solle zwischen 32 und 24 Millionen Euro, das EBIT bei 22 bis 23 Millionen Euro und der Überschuss bei 10,5 bis 12 Millionen Euro liegen.
Pro Aktie entspreche dies einem Gewinn von 32 bis 37 Cent. Im kommenden Jahr wolle CURANUM die Marke von 300 Millionen Euro Umsatz knacken. Die EBITDA-Marge solle sich in ein bis zwei Jahren auf 15 Prozent verbessern nach gut zwölf Prozent in 2008. Für 2009 sei von einem EBITDA von ungefähr 40 Millionen Euro auszugehen und einem Überschuss zwischen 17 und 19 Millionen Euro oder einem Ergebnis je Aktie von 50 bis 55 Cent.
Mit einem KGV von zwölf für dieses Jahr ist die Aktie von CURANUM nicht teuer, so die Experten von "TradeCentre.de". Derzeit halte sich die Aktie sehr stabil im Markt bei knapp vier Euro. Offensichtlich halte bereits einer die Hand auf. Werde tatsächlich ein strukturierter Verkaufsprozess gestartet, sei sehr rasch mit einem deutlichen Kursanstieg zu rechnen. (Analyse vom 17.07.2008) (17.07.2008/ac/a/nw)
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