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Autor | WGZ BANK | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 03.08.07 09:04 | Antworten: | 0 | ||
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Nach dem vorangegangenen Kursrutsch konnten sich die internationalen Aktienmärkte in der abgelaufenen Woche zwar nicht erholen, trotz weiterer Negativmeldungen setzte sich jedoch die Talfahrt aus der Vorwoche nicht weiter fort, so die Analysten der WGZ BANK.
Der DAX habe die Unterstützung bei 7.500 Punkten behauptet und leicht um 0,3% auf 7.534 Punkte zugelegt und auch der EURO STOXX 50 habe sich um 0,8% auf 4.289 Punkte verbessert.
Die Verunsicherung darüber, wie stark letztlich die amerikanische Konjunktur von der derzeitigen Krise im amerikanischen Immobilien- und Kreditsektor in Mitleidenschaft gezogen werde, sitze tief. Der Wohnungsbau in den USA zeige nach wie vor keinerlei Lebenszeichen, die Kreditvergabe an Konsumenten werde zunehmend restriktiver, Banken würden über Kreditausfälle in Milliardenhöhe klagen und die Spreads für Unternehmensanleihen würden in die Höhe schießen.
Die steigenden Zinsen für Unternehmensanleihen wiederum würden die Fremdfinanzierungskosten erhöhen und die ohnehin schwächelnde US-Investitionstätigkeit belasten. All das laste derzeit schwer auf den bis dahin positiven globalen Wachstumsperspektiven und beeinträchtige damit die für die Aktienmärkte notwendige Gewinnfantasie über das laufende Jahr hinaus.
Dabei erstrahle die aktuelle Ertragslage der Dividendentitel bei einem Blick auf die Gewinnrevisionen für das laufende Jahr weiterhin in hellstem Licht. Denn ähnlich wie im ersten Quartal hätten die Unternehmen sowohl in Europa als auch in den USA die in sie gesetzten Erwartungen mehrheitlich erreichen oder sogar übertreffen können. Zuletzt hätten insbesondere die Ergebnisse von MAN, Nokia und Walt Disney überzeugt; die Börse habe es mit deutlich steigenden Kursen honoriert.
Damit habe sich an der grundsätzlich positiven Analysten-Beurteilung der Aktienmärkte bis zuletzt nichts geändert. Die KGVs der Standardindices würden sich dies- und jenseits des Atlantiks absolut betrachtet mit 12,6 bis 14,6 deutlich unterhalb ihres langjährigen Mittelwerts bewegen. In relativer Betrachtung zum Rentenmarkt habe sich die Attraktivität von Aktien aufgrund der wieder leicht gesunkenen Renditen bei langlaufenden Staatsanleihen sogar spürbar verbessert. Der Renditeaufschlag beim DAX betrage auf Basis der für 2007 prognostizierten Gewinne 65% gegenüber 10-jährigen Euroanleihen, die aktuell mit 4,4% rentieren würden.
Damit habe auch das Kursziel der Analysten für den DAX von 9.000 Punkten und für den EURO STOXX 50 von 5.000 Punkten weiterhin Bestand. Das kurzfristige Kursrisiko bleibe jedoch aufgrund der hohen Nervosität und weiterer Negativschlagzeilen aus dem Kreditsektor unverändert hoch. Mittelfristig würden dagegen die Wachstums- und Ertragsaussichten aus der Sicht der Analysten positiv bleiben, weil sich der globale Trend zum Aufbau internationaler Kapazitäten fortsetzen werde. Für den Fall einer sich bedrohlich zuspitzenden Kreditkrise in den USA würden die Analysten der WGZ BANK mit einer Unterstützung vonseiten der FED in Form von Zinssenkungen rechnen.
Im Hinblick auf die sektorale Gewichtung innerhalb eines Euro-Portfolios favorisiere man auf mittlere Sicht weiterhin die Branchen Rohstoffe, Industriegüter/-dienstleistungen sowie Versicherungen und Versorger. Die Sektoren Gesundheit, Medien sowie Nahrungsmittel/Getränke würden die Analysten unverändert als vergleichsweise unattraktiv einstufen und sie sollten daher untergewichtet werden. (03.08.2007/ac/a/m)
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