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Autor | Rohstoff-Trader Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 17.04.07 11:51 | Antworten: | 0 | ||
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Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Vor einigen Wochen hatten die Experten vom "Rohstoff-Trader" im Zuge ihres persönlichen Ratings den Sektor Basismetalle von "untergewichten" auf "neutral" hoch gestuft.
Rückblickend habe sich diese Einschätzung als zu defensiv erwiesen. Denn die "Buntmetalle" seien in der letzten Zeit eine der "Stars" am "Rohstoff-Firmament" gewesen. Aber wie gehe es weiter? Würden wir nun eine mehrmonatige "Dauer-Hausse" sehen oder würden die "Bären" bereits auf der Lauer liegen?
Zunächst bleibe festzuhalten, dass sich die Lagerbestände der meisten Industriemetalle (mit Ausnahme von Aluminium vielleicht) an der London Metal Exchange auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau bewegen würden. Insbesondere die Blei- und Zinnvorräte seien in den vergangenen zwölf Monaten auf ein historisches Tief gefallen. Ebenfalls rückläufig hätten sich zuletzt die Kupferbestände gezeigt, wenngleich diese nach dem kräftigen Anstieg zwischen Juli 2006 und Januar 2007 nach wie vor auf einem vergleichsweise komfortablen Niveau notieren würden.
Einzig und allein bei Nickel und Zink habe seit Jahresbeginn ein moderater Zuwachs stattgefunden. Während die Zinkpreise in den genannten Zeitraum denn auch folgerichtig korrigiert hätten, scheine die "Nickel-Bullen" derzeit (noch) nichts und niemand aufhalten zu können. Das unverändert starke Wirtschaftswachstum in China, Indien und anderen Schwellenländern und die fortschreitende Industrialisierung nähre die Vermutung vieler Investoren, dass der Bedarf an "Buntmetallen" weiter zunehmen werde. Dieser Einschätzung vermögen die Experten vorbehaltlos zuzustimmen: Auch sie würden bis auf weiteres von einer angespannten Nachfrage-Situation bei den Basismetallen ausgehen. Nichtsdestotrotz möchten die Experten an dieser Stelle mit Nachdruck vor allzu viel Euphorie warnen!
Immerhin seien einige Industriemetalle nach Einschätzung der Experten zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus fundamentaler Sicht bereits zu teuer. Dies gelte vor allem für Kupfer und Nickel. Bei dem "roten Metall" seien die jüngsten Kurssteigerungen prozentual wesentlich höher ausgefallen als der Rückgang der Lagerbestände. Die Nickel-Notierungen hätten sogar weiter zulegen können - und das, obwohl die Vorräte zuletzt gestiegen seien. Diese unbestreitbaren Tatsachen sollten die Anleger bei ihren Investment-Entscheidungen unbedingt im Auge behalten. Die Vergangenheit habe mehrfach gezeigt, dass heftige Korrekturen nicht mehr weit entfernt seien, wenn die fundamentalen Rahmenbedingungen vom Markt ignoriert würden. Zudem drohe mittelfristig eine nicht zu unterschätzende Angebotsausweitung, weil viele Minenbetreiber angesichts der äußerst lukrativen Verkaufspreise ihre Produktionskapazitäten massiv hochfahren würden. Erschwerend könnte ab Mai eine Schwächephase bei Dividendenpapieren hinzukommen. Dass die Metalle hiergegen nicht immun seien, hätten wir im letzten Jahr mehr als deutlich vor Augen geführt bekommen. (17.04.2007/ac/a/m)
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