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Autor | Nord LB | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 15.05.08 17:04 | Antworten: | 0 | ||
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Hannover (aktiencheck.de AG) - Die Federal Reserve hat soeben Zahlen zur Entwicklung der Industrieproduktion für den Berichtsmonat April veröffentlicht, so die Analysten der Nord LB.
Demnach sei der Output im April um 0,7% M/M zurückgegangen, was deutlich unter den Erwartungen gelegen habe. Gleichzeitig sei auch der Vormonatswert leicht nach unten revidiert worden. Die Kapazitätsauslastung habe ebenfalls nachgegeben - von 80,4% auf 79,7%.
Die Zahlen seien als sehr schwach zu bezeichnen. Die Analysten seien zwar wie der Konsens von einem Rückgang der Industrieproduktion ausgegangen, hätten allerdings einen derartigen Einbruch nicht erwartet. So habe der Verlauf der Zeitreihe nach dem Anstieg im März für eine statistisch bedingte Gegenbewegung nun im April gesprochen, zudem hätten die im Prognosemodell der Analysten als signifikant nachgewiesenen rückläufigen durchschnittlichen Wochenstunden und der nachgebende Philadelphia Index für ein Minus gesprochen. Vor allem aber die seit Monaten zu beklagenden deutlichen Einbrüche bei den Fahrzeugabsatzzahlen - zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 1993 - hätten eine klar negative Indikation gegeben. Besonders dieser letzte Faktor sei nun für die schwache April-Zahl ausschlaggebend gewesen.
Im Vormonat März hätten noch die konstant stabile Nachfrage nach amerikanischen Produkten aus Übersee und die niedrigen Temperaturen, die den Output bei Kraftwerken nach oben getrieben hätten, zu einem überraschenden Anstieg um 0,2% geführt. Während der erste Faktor die inländische Nachfrageschwäche sowohl im März als auch jetzt im April wieder kompensieren geholfen habe, habe der zweite Faktor schon damals als nur temporär angesehen werden müssen. Dieser im März unterstützende Faktor sei im April weit geringer ausgefallen.
Die Entwicklung im Verarbeitenden Sektor gewinne nach diesen Zahlen langsam an negativer Dynamik. So sei die Jahresrate, die in den letzten zwei Jahren recht stabil in der Range zwischen 1% und 2,5% notiert habe, mittlerweile mit 0,2% auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2003 abgestürzt. Offenbar mache sich der Mix der Belastungen aus den hohen Energiepreisen, der Immobilienmarktschwäche und den veränderten Kreditvergabedingungen zunehmend bemerkbar. Die Nachfrage bei den Haushalten und Unternehmen in langlebige Güter - wie beispielsweise Fahrzeuge und Maschinen - gehe jedenfalls deutlich zurück.
In die heutigen Zahlen lasse sich im Grunde nichts Gutes hinein interpretieren. Der Rückgang der Industrieproduktion sei deutlicher als erwartet ausgefallen. Im Vergleich zum Vorjahreswert stagniere damit der Produktionssektor. Vor allem die Kaufzurückhaltung der Konsumenten bei Fahrzeugen, aber auch die abwartende Haltung der Unternehmen bezüglich neuer Maschinen hätten auf die Headline Figure gedrückt. Aber auch exklusive des Fahrzeugbereichs sei ein Monatsrückgang um 0,4% zu konstatieren, so dass die Schwäche eine Vielzahl von Bereichen erfasst habe.
Während die letzten Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe noch den Eindruck einer gewissen Stabilisierung erweckt hätten, erscheine der Start in das 2. Quartal angesichts dieser Zahlen missglückt zu sein. Die Analysten der Nord LB bleiben bei ihrer Einschätzung, dass nach einem überraschend starken 1. Quartal ein Rückgang des BIP im 2. Quartal recht wahrscheinlich sei. Damit würden sie das Szenario einer moderaten FED-Zinssenkung am 25. Juni auf 1,75% aufrecht halten, wenngleich die Mehrheit der Marktteilnehmer davon derzeit nicht mehr ausgehe. (15.05.2008/ac/a/m)
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