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Autor | cominvest Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 13.08.07 13:20 | Antworten: | 0 | ||
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Haar (aktiencheck.de AG) - Die aktuelle Notenbankumfrage unter den Finanzmarktteilnehmern in Brasilien hat bestätigt, dass mit 3,75% eine etwas höhere Inflationsrate für 2007 erwartet wird, berichten die Analysten von cominvest.
Gleichwohl werde weiterhin nicht mit einer Beeinträchtigung der geldpolitischen Perspektive gerechnet. Die Jahresend-Leitzinserwartungen würden bei 10,75% für 2007 und 9,75% für 2008 verharren. Dies sei besonders positiv vor dem Hintergrund der anziehenden binnenwirtschaftlichen Dynamik. Bestätigt worden sei diese Entwicklung durch die Autoproduktion und die Auto-Verkäufe, die im Juli auf ein neues Rekordniveau gestiegen seien. Mit anderen Worten, die brasilianische Volkswirtschaft spüre zunehmend den positiven Effekt niedrigerer Zinsen und sei damit weniger abhängig von Exportimpulsen.
Die Industrieproduktion in Argentinien habe sich im Juni weiter verlangsamt. Der Zuwachs der Produktion sei im Jahresvergleich auf 5,0% gesunken, nachdem sich der Anstieg im März noch auf 7,0% und im Dezember 2006 auf 9,0% belaufen habe. Hier zeige sich insbesondere die negative Auswirkung der zunehmenden Engpässe im Energiesektor. Ohne neue Investitionen bestehe die Gefahr, dass die Engpässe längerfristig wachstumshemmend wirken würden. Vor diesem Hintergrund erscheine es nicht überraschend, dass Stimmungseintrübungen an den Finanzmärkten beispielsweise argentinische Anleihen stärker als andere lateinamerikanische Assets belasten würden.
Die positive Entwicklung der Einzelhandelsumsätze in Mexiko deute auf eine Erholung der privaten Nachfrage bis zum Jahresende. Dies könne bei anhaltendem Inflationsdruck dazu führen, dass die Notenbank möglicherweise doch noch einmal die Zinsen anhebe. Dies dürfte den Mexikanischen Peso stützen, der zudem von einer Stabilisierung der Erwartungen hinsichtlich der US-Konjunktur profitieren sollte. Mexiko hänge weiter in besonderem Maße von den US-Konjunkturdaten ab.
Die Wirtschaft in Chile habe im zweiten Quartal um 5,8% im Jahresvergleich expandiert. Das hohe Wachstumstempo des ersten Quartals habe demnach gehalten werden können. Erfreulich sei zudem, dass sowohl die Binnenwirtschaft als auch der Export die Dynamik treiben würden. Auch die erwartete Straffung der Geldpolitik in diesem Monat dürfte daher nicht zu einer Dämpfung der Wirtschaft führen. Außenwirtschaftlich sei hervorzuheben, dass das seit Oktober 2006 geltende Freihandelsabkommen mit China zu neuen Impulsen geführt habe.
Insgesamt würden die Analysten deshalb für das Gesamtjahr mit einem BIP-Wachstum von knapp 6% rechnen. Der Chilenische Peso dürfte nur bei unerwarteter Verlangsamung der globalen Konjunktur und nachgebenden Rohstoffpreisen deutlich an Wert verlieren. Die Analysten von cominvest würden aber eher mit einer Seitwärtsbewegung rechnen. (13.08.2007/ac/a/m)
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