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Autor | DekaBank Analyst | Bewertung bei 0 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 02.08.07 14:58 | Antworten: | 0 | ||
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Rohölpreise waren in letzter Zeit häufiger in der Nähe ihrer Rekordniveaus vom vergangenen Sommer, so die Analysten der DekaBank.
Zugleich habe sich die Lücke zwischen dem Preis für Brent und WTI Ende Juli geschlossen. Zuvor sei die qualitativ leicht minderwertigere Rohölsorte Brent seit März 2007 mit einem unüblichen Preisaufschlag gegenüber WTI gehandelt worden. Man gehe davon aus, dass "diese verkehrte Welt" nun zu Ende gehe.
Zu den insgesamt hohen Ölpreisniveaus hätten in den vergangenen Wochen auch die Spekulanten beigetragen, die ihre Netto-Long-Positionen auf Rekordniveaus ausgebaut hätten. Allerdings speise sich die Bullenstimmung der nicht kommerziellen Händler kaum aus geopolitischen Risiken. Ein wenig Hurrikanangst dürfte in der Positionierung enthalten sein, aber ursächlich treibe wohl der Glaube an die fundamentale Enge des Rohölmarktes die ausgeprägte Netto-Long-Positionierung.
Das Rohölangebot der OPEC-Länder stagniere weitgehend seit einigen Monaten, nachdem es zuvor merklich gesunken sei. Zudem gehe das Nicht-OPEC-Rohölangebot seit einigen Monaten zurück. In Russland beispielsweise, einem der bedeutendsten nicht-OPEC-Ölproduzentenländer mit bislang dynamischen Outputerhöhungen, sei die Ölproduktion im zweiten Quartal 2007 nicht so kräftig wie noch im ersten ausgeweitet worden.
Aber auch die Produktion in Norwegen trage zum Rückgang des Nicht-OPEC-Angebots bei. Das weltweite Gesamtangebot an Rohöl sei seit dem Frühjahr leicht rückläufig. Zugleich steige die Ölnachfrage weltweit merklich an. Nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und Japan sei die Nachfrage nach Rohöl und nach Benzin kräftig. Die fundamentale Enge des Marktes sei zur Jahresmitte 2007 der ursächliche Preistreiber für Rohöl.
Die Ölpreise dürften im August noch hoch bleiben und ab Herbst wieder einen Rückgang verzeichnen, der allerdings nicht von starkem Ausmaß sein dürfte. Die Analysten der DekaBank sähen die Ölnotierungen in den nächsten Wochen im Bereich von 70 US-Dollar als fundamental gestützt an. Für den Jahresdurchschnitt 2007 verbleibe ihre Prognose bei 67 US-Dollar für WTI und 68 US-Dollar für Brent. (02.08.2007/ac/a/m)
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