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Norbert Lohrke: 06.01.09 08:49 Kiel und Herford sind überall |
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Stephan Feuerstein: 05.01.09 21:37 Wird in 2009 alles besser? |
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Autor | SES Research | Bewertung bei 2 Stimme(n): | ![]() |
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| Erstellt am: | 10.07.07 10:27 | Antworten: | 0 | ||
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert und Robert Suckel, Analysten von SES Research, raten die Aktie von CTS EVENTIM (ISIN DE0005470306/ WKN 547030) in ihrer Ersteinschätzung zu verkaufen.
Es scheine alles so einfach: CTS habe von einem exklusiven deutschen Deal mit Live Nation, der Nummer eins der Konzertveranstalter der Welt, profitiert. Dieser Deal laufe in 2008 aus. Diese Partnerschaft sowie die Abwesenheit ernsthafter Wettbewerber habe die Profitabilität angetrieben und das Unternehmen habe das Ticketing-Geschäft zur eigenen Internet-Plattform schieben können.
Exorbitante Versandgebühren an die Endkunden (EUR 4,90) sowie Anteile an den Vorverkaufsgebühren hätten seit 2000 zunächst für steigende Erlöse je Ticket und zweistelliges Wachstum gesorgt. Das FIFA World Cup-Ticketing habe diese scheinbare Dynamik in 2005 und 2006 mit riesigen Einmaleffekten bei Umsatz und Ergebnis (SESe Umsatz EUR 30.5 Mio., EBIT EUR 11,4 Mio.) überzeichnet.
Der ROCE von mehr als 40% beginne sich zu verschlechtern: Diese überdurchschnittlich guten Renditen hätten Wettbewerber angezogen. Der Weltmarktführer Ticketmaster vollziehe erfolgreich die Markterschließung in Deutschland. Stage, TicketPro, Ticketcorner etc. würden die europäische Expansion betreiben, Live Nation starte mit dem Eigenvertrieb (www.livenation.com) und neue Konkurrenten wie Nokia (www.ticketrush.com) würden Kundenbasis und technologisches Know-how kombinieren.
Das Geschäft sei bereits unter Druck: Die Auswirkungen seien schon in 2005 und 2006 zu spüren gewesen. Erst die jüngst berichteten, höchst überraschenden und um die Fußball-Weltmeisterschaft bereinigten Zahlen würden zeigen, dass CTS im Ticketing bereits im ersten Quartal 2006 gegenüber 2005 geschrumpft sei. Nachdem das Ticketing in Deutschland adjustiert um Einmaleffekte und Akquisitionen auch im Gesamtjahr 2006 kaum gewachsen sein dürfte, signalisiere die seit 2005 sinkende Ticketing-Bruttomarge im ersten Quartal 2007 erheblichen Preisdruck.
Die Auswahl für Endkunden und Künstler steige durch den Markteintritt neuer Wettbewerber. Dies führe unvermeidlich zu geringeren Preisen und Marktanteilen für CTS EVENTIM. Es gebe keine weiteren "Wachstumstreiber" in Sicht. Die regionale Expansion sei gescheitert. Die Resale-Plattform sei kein Werttreiber. Es seien keine Großveranstaltungen in Sicht. Der Markteintritt in den USA sei unwahrscheinlich.
Ein negativer Newsflow sei erwartet: Insbesondere die hohen Vergleichszahlen in 2006 würden für CTS eine Herausforderung darstellen. In 2008 laufe der Exklusivertrag mit Live Nation für den deutschen Markt aus. Der Weltmarktführer im Ticketing Ticketmaster erziele in den USA eine operative Marge von 24% bei einem Internetanteil von ca. 90%. Die hohe operative Marge von CTS von knapp 37% sollte nicht nachhaltig sein.
Das Kursziel von EUR 19 auf Basis des FCF-Yield sowie des DCF-Modells und die Empfehlung der Analysten von SES Research, die Aktie von CTS EVENTIM zu verkaufen, reflektieren das kaum existente strukturelle Wachstum. (Analyse vom 10.07.2007) (10.07.2007/ac/a/m)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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