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Analyse/ Meinung: Deutsche Post eine Halteposition

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Autor Geldanlage-Report Analyst Bewertung bei 1 Stimme(n): Weitere Beiträge von diesem Autor
Erstellt am: 15.06.07 09:40 Antworten: 0
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Analyse/ Meinung: Deutsche Post eine Halteposition

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" sehen in der Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) eine Halteposition.


Kursverluste von in der Spitze über 500 Punkten beim DAX innerhalb von nur vier Handelstagen, hätten bei den meisten deutschen Blue Chips für deutliche Kursverluste gesorgt. Nicht jedoch bei den Aktien der Deutschen Post. Die Papiere hätten sich äußerst stabil gezeigt. Der Fels in der Brandung für deutsche Anleger quasi.


Ein Grund seien mal wieder Übernahmespekulationen. Der Hedgefonds TCI wolle angeblich von der staatlichen Förderbank KfW den 30%-Anteil an der Deutschen Post übernehmen. Derartige Gerüchte habe es jedoch am Markt schon häufiger gegeben.


Viel eher dürften die überzeugenden Quartalszahlen und der gute Ausblick fürs Gesamtjahr für die hohe relative Stärke verantwortlich sein. Vor allem der Ausblick habe den Markt überrascht. Im Zuge des verschobenen EU-weiten Falls des Briefmonopols bis 50 Gramm fürchte die Post einen Wettbewerbsnachteil. In Deutschland solle das Monopol nämlich bereits ab 01.01.2008 fallen. Die HSBC habe daher das Kursziel von 24 auf 27 Euro angehoben und die Post auf "übergewichten" hoch gestuft.


Im zweiten Quartal könnte es nun sogar zu einer Anhebung der Prognosen kommen. Vor allem die Kosten im Service-Bereich habe die Post im Griff. Zusätzlich werde in Testbezirken mit Subunternehmern zusammengearbeitet, um die Kosten dort um weitere 15 Prozent senken zu können.


Ebenfalls positiv sei der Turnaround im US-Geschäft zu sehen. Bei der US-Tochter Airborne sei der Umsatzrückgang erstmals seit der Übernahme gestoppt worden. Das habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der Expressbereich nach einem Verlust von 58 Millionen Euro jetzt einen Gewinn von 62 Millionen Euro habe erwirtschaften können.


Vor Kurzem hätten sich die Experten mit verschiedenen Briefzustellern der Post unterhalten. Alle hätten unisono gemeint es würde "immer stressiger" und "die Arbeit immer mehr bei gleicher Bezahlung". Aushilfsbriefträger würden überwiegend innerhalb weniger Tage das Handtuch schmeißen, weil sie angesichts der Mengen- und Geschwindigkeitsanforderungen vollkommen überlastet seien. Das möge für die Mitarbeiter natürlich hart sein, für die Rentabilität des Unternehmens sei es aber gut - so sollte man meinen.


Doch das täusche. Auf Grund stärkerer Konkurrenz sei das Briefgeschäft nämlich trotzdem zurückgegangen. Besonders bedenklich: Ein Volumenverlust von rund 3 Prozent habe zu einem Rückgang des operativen Ergebnisses um 10,4 Prozent geführt. Das zeige wie wichtig das hohe Volumen für die Gewinnmargen sei. Gleichzeitig würden sich daraus Rückschlüsse ziehen lassen, dass der Fall des Monopols für Briefe bis 50 Gramm weitere deutliche Gewinnrückgänge zur Folge haben könnte.


Ebenfalls unter den Erwartungen sei der Logistikbereich geblieben, wo um Einmaleffekte bereinigt, ebenfalls ein Rückgang des operativen Geschäfts zu verzeichnen gewesen sei. Das sei umso bedenklicher, als die Konkurrenz teilweise zweistellige Zuwachsraten erzielt habe.


Für die Experten vom "Geldanlage-Report ist die Deutsche Post-Aktie unter dem Strich nur eine Halteposition. (Ausgabe vom 11.06.2007) (15.06.2007/ac/a/d)


 

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